Die Idee

Mit dem Artenkenntniszertifikat das "Heupferdchen" (in Anlehnung an das Seepferdchen) können erste Kenntnisse und Fertigkeiten von Kindern beim Erforschen der Natur gewürdigt werden. Dazu gehören neben dem Erkennen einiger heimischer Tiere, Pflanzen oder Pilze auch typische Arbeitsweisen von Wissenschaftler*innen: Techniken für den kurzzeitigen Fang um Insekten oder Spinnen näher betrachten zu können, allgemein ein schonender Umgang mit Lebewesen und in Lebensräumen, Benutzung von Bestimmungshilfen, Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie Lupe, Fernglas oder Federstahlpinzette sowie die Dokumentation der Beobachtungen.
Mit dem dazu passenden Aufnäher kann die eigene Artenkenntnis mit Stolz zur Schau getragen werden!
Der Hintergrund

Artenkenntnis beginnt da, wo ich einen Baum als Baum oder eine Stubenfliege als Stubenfliege erkenne. Neben dem Wissen zu Artnamen umfasst sie aber auch Wissen zu ökologischen Besonderheiten und komplexen Zusammenhängen, Kenntnisse und Fertigkeiten zur Erforschung von Pflanzen, Tieren oder auch Pilzen sowie der Bedeutung dieser belebten Umwelt für mich als Individuum und uns als Menschen.
Artenkenntnis ist eine Vielzahl gedanklicher Repräsentationen von Natur. Diese brauchen wir, um Natur wahrnehmen, wertschätzen und schützen zu können. Neben der Tatsache, dass viele Arten vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben sind, gibt es immer weniger Menschen, die sich mit den Lebewesen unserer direkten Umwelt auskennen. Aber: Artenkenner*in kann jede und jeder sein oder werden!
Nicht selten entwickeln Kinder bereits in jungen Jahren eine große Begeisterung sowie ein umfassendes Wissen zur Natur. Ziel ist es, dieses Interesse wertzuschätzen und durch weitere Angebote zur Artenkenntnisvermittlung zu stärken.